Deutsche Fußball-Meisterschaft

Nachdem der Deutsche Fußball-Bund im Jahre 1900 gegründet war, wurde schon 1903 die erste Endrunde der deutschen Meisterschaft ausgetragen. Sieger dieser Endrunde war der VfB Leipzig, der damit der erste deutsche Meister war. Andere teilnehmende Mannschaften waren Britannia Berlin, der Karlsruher FV, der Duisburger SV oder Holstein Kiel. Und 1908 fand bereits das erste offizielle Länderspiel statt. Es war allerdings eine Niederlage mit 3:5 gegen die Nationalmannschaft der Schweiz. Die Nationalmannschaft war lange Zeit wenig erfolgreich und musste vor allem Niederlagen einstecken. Legendär war das 16:0 am 1. Juli 1912 in Stockholm. Anlässlich der Olympischen Spiele besiegte Deutschland Russland mit 16:0, wobei der deutsche Spieler Gottfried Fuchs 10 Tore erzielte. Dieser Weltrekord wurde erst im Jahre 2001 eingestellt. Der Vereinsfußball war besser als der Fußball, den die deutsche Fußballnationalmannschaft praktizierte. Nach dem Ersten Weltkrieg bestimmten die beiden fränkischen Vereine 1. FC Nürnberg sowie SpVgg Fürth für rund 10 Jahre den deutschen Spitzenfußball. Als die Zeit des Nationalsozialismus begann, wurde der Fußball in seiner Freiheit stark beschnitten. Der Sport insgesamt und damit auch der Fußball wurden vor allem zu einem Propaganda-Mittel. Die finanzielle Unterstützung war in dieser Zeit groß, insbesondere für die Fußball-Nationalmannschaft, die immerhin bei der Weltmeisterschaft 1934 in Italien den dritten Platz belegte, während die Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Berlin 1936 bereits zu Beginn durch ein 0:2 gegen Norwegen ausschied.